Lexikon CAC (Customer Acquisition Cost)

Definition CAC (Customer Acquisition Cost)

CAC steht für Customer Acquisition Cost und beschreibt die durchschnittlichen Kosten, die nötig sind, um einen neuen Kunden zu gewinnen. Die Kennzahl macht sichtbar, was Wachstum im Einzelnen kostet.

Zur Berechnung werden Akquise-, Marketing- und Vertriebskosten eines Zeitraums durch die Anzahl neu gewonnener Kunden geteilt. Die genaue Kostenbasis muss vorab klar definiert sein, damit Werte vergleichbar bleiben.

Inhaltsübersicht

CAC ohne CLV ist wie ein Preisschild ohne Produkt. Erst der Vergleich mit Kundenwert und Marge zeigt, ob Akquise gesund ist.

Akquise-Trichter aus Werbekosten, Vertriebskosten und Neukunden, ein Pfeil führt zum CAC als Kosten je Neukunde
Der CAC zeigt, wie teuer Neukundengewinnung im Durchschnitt ist.

Bedeutung Warum ist CAC wichtig?

CAC ist wichtig, weil Wachstum Geld kostet. Unternehmen müssen wissen, ob sie Kunden profitabel gewinnen oder Budget verbrennen.

Besonders bei skalierenden Kampagnen steigt der CAC häufig, weil die günstigsten Zielgruppen zuerst ausgeschöpft werden. Wer das nicht beobachtet, wundert sich später über steigende Kosten bei gleichem Einsatz.

Funktionsweise Wie berechnet man CAC?

Die Formel lautet: CAC = Akquisekosten geteilt durch neue Kunden. Je nach Fragestellung gehören unterschiedliche Kostenarten dazu. Wichtig ist, gleiche Kostenarten über Zeiträume hinweg gleich zu behandeln. Mögliche Bestandteile:

  • Werbebudget: Ausgaben für Anzeigen.
  • Agenturkosten: Honorare für externe Betreuung.
  • Tools: Software für Marketing und Vertrieb.
  • Sales-Gehälter: Personalkosten im Vertrieb.
  • Rabatte: Nachlässe für Neukunden.
  • Onboarding-Aufwand: Kosten für den Start.

Beispiel CAC in der Praxis

Ein Unternehmen investiert in einem Quartal 30.000 Euro in Marketing und Vertrieb und gewinnt 120 neue Kunden. Der CAC liegt bei 250 Euro.

Ob das gut ist, hängt vom Deckungsbeitrag und vom CLV dieser Kunden ab.

Praxis CAC im Online-Marketing

Im Online-Marketing hilft der CAC bei Steuerung und Wachstum. Er sollte nicht nur kampagnenbezogen, sondern auch nach Kundensegment, Erstkaufwert, Wiederkaufrate und Payback-Zeit betrachtet werden. Dann zeigt sich, welche Kanäle nicht nur günstige, sondern auch wertvolle Kunden bringen. Der Nutzen im Überblick:

  • Budgetplanung: Klar ist, was Neukundengewinnung kosten darf.
  • Kanalvergleich: Kanäle lassen sich nach Kosten je Neukunde gegenüberstellen.
  • Skalierung: Steigende Kosten fallen früh auf, bevor Budget verpufft.

Abgrenzung Typische Fehler beim CAC

Der CAC wird leicht mit dem CPA verwechselt, der einzelne Aktionen oder Akquisitionen bewertet. Kosten je Aktion und Kosten je Neukunde sind nicht dasselbe. Häufig fallen außerdem Vertriebskosten heraus, wodurch der CAC zu niedrig ausfällt, und zu kurze Zeiträume wie einzelne Wochen verzerren das Bild. Auch die Kanalbewertung ohne Kundenqualität führt in die Irre: Der günstigste Kunde ist nicht automatisch der beste.

FAQ Häufige Fragen zu CAC

Was bedeutet CAC?

CAC steht für Customer Acquisition Cost, also die Kosten zur Gewinnung eines neuen Kunden.

Wie berechnet man CAC?

Akquisekosten eines Zeitraums geteilt durch die Anzahl neu gewonnener Kunden.

Was ist ein guter CAC?

Ein CAC ist gut, wenn er im Verhältnis zu CLV, Marge und Payback-Zeit wirtschaftlich tragbar ist.

Fazit

CAC macht Wachstumskosten sichtbar. Die Kennzahl ist unbequem, aber nützlich: Sie zeigt, ob Akquise wirklich skaliert oder nur teurer wird.

Quellen, weiterführende Links

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