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Google Analytics: Referrer Spam (copyrightclaims.org, simple-share-buttons.com, …) sperren

13. Januar 2015 — Google
referrer-spam

Neben Suchmaschinen sind in der Webseitenstatistik bei Google Analytics besonders andere Webseiten interessant, welche Besucher auf die eigene Webseite verweisen (Referrer). Doch bei diesen Referrern gibt es seit einiger Zeit lästige Spamer, die in jeder Statistik der Besucherbringer nerven. Daher sollte man diesen Referrer-Spam bei Google Analytics sperren und ausschließen.

Referrer-Spam Liste (aktuell; Stand: 27.05.2015)

Typischer Referrer-Spam kommt u.a. von:

  • copyrightclaims.org
  • simple-share-buttons.com
  • free-share-buttons.com
  • event-tracking.com
  • free-social-buttons.com
  • best-seo-offer.com
  • guardlink.org
  • buttons-for-your-website.com
  • buy-cheap-online.info
  • get-free-traffic-now.com
  • bestseo-solution.com
  • social-buttons.com
  • semalt.com
  • darodar.com
  • buttons-for-website.com
  • makemoneyonline.com
  • econom.co
  • hulfingtonpost.com
Google Analytics: Referrer Spam (semalt.com, darodar.com, ...) sperren

Google Analytics: Referrer Spam (semalt.com, darodar.com, …)

Referrer Spam

Wer sich in Google Analytics die verweisenden Webseites genauer anschaut, ist den Referrer-Spammern schon in die Falle gegangen.
Denn die wollen mit dieser Methode günstig Besuchertraffic auf eine bestimmte Webseite bringen. Die (berechtigte) Neugier der Webseitenbetreiber nutzen diese Spammer so über die Webseitenstatistik aus.
Der größte Vorteil dabei ist, dass der Aufwand sehr überschaubar ist. Denn tatsächlich brachte keine dieser Webseiten tatsächlich auch nur einen Besucher. Dies wird automatisiert simuliert, Details führen hier zu weit.

Was haben die Referrer-Spammer davon?

  1. Die Zielseiten werden oft mit Reichweite, sprich Besuchermenge, monetarisiert (PPV, TKP).
  2. Auch werden dem Besucher häufig Cookies von beliebten Shoppingportalen wie Amazon untergeschoben, um bei späteren Umsätzen eine Provision zu erhalten.
  3. Teilweise werden solche Webseitenstatistiken auch veröffentlicht, wodurch tatsächliche Backlinks entstehen, die einen Rankingfaktor darstellen. Wer sich diese so genannten Log-Files genauer anschaut, wird schnell sehen, wie viele „windige“ Seiten diesen Weg versuchen. Dieser „Schuss“ kann daher SEO-technisch auch schnell nach hinten losgehen (Bad Neighbourhood).

3 Tipps für Google Analytics ohne Referrer-Spam

Daher will man diese Spammer in den Referrer-Statistiken nicht haben. Nicht nur weil diese die Statistik verfälschen, ggf. zu falschen Benachrichtigungen führen, sondern weil man diese Seiten auch nicht besuchen möchte (und sollte).

1. Google Analytics alle bekannten Bots sperren lassen

Recht einfach, da nur ein Klick, ist es, Google Analytics selbst etwas mehr zu fordern. Es gibt nunmehr die Option „alle Treffer von bekannten Bots und Spidern ausschließen“ zu lassen. Diese findet man unter Datenansicht > Einstellungen am unteren Ende. Aktivieren:

Google Analytics: alle Treffer von bekannten Bots und Spidern ausschließen

Google Analytics: alle Treffer von bekannten Bots und Spidern ausschließen

Problem: das hilft nur bei den für Google Analytics bekannten Bots und Spidern. Semalt.com tarnt sich beispielsweise als SEO-Tool. Auch zahlreicher anderer Referrer-Spam nimmt diesen Filter. Aber der geringe Aufwand rechtfertigt diese Maßnahme.

2. Aktive Verweis-Ausschlussliste in Google Analytics anlegen

Man kann auch aktiv individuell bestimmen, welche Domains bei den Verweisen (= Referrer) ausgeschlossen werden sollen. Das ist relativ wirksam, erfordert aber auch Aufwand.

Wichtig zu wissen ist, dass dies nur funktioniert, wenn man den neueren Analytics-Code (mit analytics.js) nutzt. Vielleicht eine gute Gelegenheit auch hier zu aktualisieren.

Dazu fügt man einfach jede Referrer-Spam-Domain manuell einzeln hinzu:

Aktive Verweis-Ausschlussliste in Google Analytics

Aktive Verweis-Ausschlussliste in Google Analytics

Alternativ kann man auch einen benutzerdefinierten Filter in der Datenansicht anlegen.
Dieses Filtermuster kann beispielhaft so aussehen:

(?:([^. ]+)\.)?(?:([^.]+)\.)?(darodar|buttons-for-website|semalt|makemoneyonline)\.(com?|de|net)

Problem: das hilft nur wenn man die Liste für alle Webseiten aktuell hält. Zudem blockiert man eigentlich nicht die Ursache, sondern filtert nur die Statistik.
Clever(er) wäre es doch, von vornherein den simulierten Traffic auf dem Server zu blockieren.

3. Spam-Referrer in der .htaccess direkt auf dem Server blockieren

Dazu kann man bei Apache Webserver bestimmte Referrer (erste Zeile) recht einfach blockieren oder noch besser auf den Referrer selbst zurückleiten (letzte Zeile). 🙂

RewriteCond %{HTTP_REFERER} ^http://.*(darodar|buttons-for-website|semalt|makemoneyonline) [NC] 
RewriteRule .* %{HTTP_REFERER} [R,L]

Problem: die Log-Files des Servers werden weiterhin mit diesen Daten zugemüllt und manche Referrer-Spams erreicht man so auch nicht, da diese direkt nur die Trackingcodes von Google Analytics aufrufen.

Ersteres kann man u.U. in der httpd.conf mit CustomLog unterbinden, zweites Problem ist nicht mehr so einfach zu verhindern.
Bemerkenswert ist in dieser Hinsicht, dass anscheinend vorwiegend Google Analytics Properties mit der ID „-1“ am Ende betroffen sind. Also vielleicht beim nächsten Projekt mit der ID „-2“ aktiv starten.

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8 Kommentare zu Google Analytics: Referrer Spam (copyrightclaims.org, simple-share-buttons.com, …) sperren

Vielen Dank für den umfangreichen Artikel. Ich betreue mehrere Webseiten mit Jimdo. Einen Zugriff auf die .htaccess-Datei gibt es also nicht, weswegen ich händeringend auf der Suche nach einer Lösung für das Referrer-Spam-Problem bin, die möglichst wenig Arbeit mit sich bringt und sich im Idealfall schnell und einfach um weitere Spam-Referrer ergänzen lässt.

Ich hatte erst mithilfe eines Segments die entsprechenden Spam-Quellen herausgefiltert. Das war ganz komfortabel, weil man das Segment nur einmal anlegen musste und es auf jede betreute Website anwenden konnte. Leider lassen sich in einem Segment nur 20 Bedingungen einfügen, so dass ich dort schnell auf Grenzen gestoßen bin.

Zu Ihren Vorschlägen möchte ich gerne die ein oder Anmerkung abgeben bzw. Frage stellen:

1.) Mit der Funktion von Analytics selber, bekannte Bots auszuschließen, habe ich bislang leider keine guten Erfahrungen gemacht. Nicht verlässlich.

2.) Die Verweisausschlussliste ist sehr aufwendig, da man jede einzelne Subdomain ausschließen muss, z.B. simple-share-buttons.com, site28.simple-share-buttons.com, site22.simple-share-buttons.com, simple-share-buttons.org usw.

3.) Ich hatte auf Grundlage dieses Artikels angefangen den Spam über die Filterfunktion auszuschließen:

(?:([^. ]+)\.)?(?:([^.]+)\.)?(darodar|buttons-for-website|semalt|makemoneyonline)\.(com?|de|net)

In diesem Schnipsel habe ich sämtliche mir bekannten Spam-Seiten eingefügt. Leider lassen sich pro Filter nur 255 Zeichen unterbringen, so dass ich 3 Filter anlegen musste. Dennoch einfach, diese Schnipsel zu kopieren und in den Filtern der anderen von mir betreuten Seiten einzufügen als jede einzelne Seite in die Verweisausschlussliste aufzunehmen.

Analytics bietet eine Funktion an, mit der der Filter getesten werden kann. Der Filter wird dann wohl auf die Daten der letzten 7 Tage angewendet, um Änderungen mit dem angelegten Filter herauszustellen. Leider wurde mir jedes Mal gesagt, dass der Filter keine Auswirkungen auf die Daten hat. Darum habe ich auch diesen Lösungsansatz abgebrochen und bin weiterhin etwas ratlos.

Falls jemand einen Fehler in meiner Denkweise sieht, andere Tipps hat oder sonstwie helfen kann, würde ich mich freuen.

Viele Grüße!
Sebastian

Gravatar von Sebastian - via garvatar.org Sebastian
Kommentar 1
24. April 2015 um 11:37 Uhr

@Sebastian
Bei Referer Spam ist der Zugriff auf die htaccess essentiell. Ich kämpfe zurzeit auch mit dem Übel der Referer. Ausschluss mit Filterfunktion behebt das Problem nicht, sondern verschleiert es nur. Daher versuch es über die htaccess. Für SEO hat diese Art von Spam sehr schlechten Einfluss auf dein Page Ranking. Beste Grüsse, Dom

Gravatar von Dom - via garvatar.org Dom
Kommentar 2
27. April 2015 um 21:57 Uhr

Über die .htaccess lassen sich die Referrals nicht blocken – sie besuchen die Webseite nicht.

Ich habe eine weitere Herangehensweise gefunden die bislang funktioniert:

http://www.seo-in-oldenburg.de/2015/04/referrer-spam-wie-darodar-aus-google-analytics-entfernen/

Gravatar von Karsten Knöfler - via garvatar.org Karsten Knöfler
Kommentar 3
29. April 2015 um 07:48 Uhr

@Dom
Der Einfluss auf das Ranking dürfte sich meiner Ansicht nach in Grenzen halten, zumal Google die Analytics-Daten offiziell nicht für das Ranking heranzieht (können sie sich datenschutzmäßig wohl auch gar nicht leisten). Da diese Referrer die Seite in der Regel nie aufrufen werden auch keine Nutzersignale dadurch generiert. Somit sollte das keine (negativen) Auswirkungen auf das Ranking haben.

@Karsten
Gute Idee mit der eigenen Datenansicht und dem individuellen Positivfilter. Allerdings ist das für die Zukunft auch keine wirklich anwenderfreundliche Möglichkeit in meinen Augen. Für Analysen der Vergangenheit kann das aber durchaus hilfreich sein, um mit bereinigten Daten arbeiten zu können.

Gravatar von Robert Hartl - via garvatar.org Robert Hartl
Kommentar 4
29. April 2015 um 08:22 Uhr

@Robert
Ich verstehe nicht, das es bislang keine Lösung seitens Google gibt. Das Problem müsste doch tausende Nutzer betreffen. Spätestens bei Analytics-Berichten die man für Kunden generiert, verfälschen die Ghost-Referrals die komplette Statistik.

Gravatar von Karsten Knöfler - via garvatar.org Karsten Knöfler
Kommentar 5
29. April 2015 um 12:07 Uhr

Definitiv.
Ich denke die oben dargstellte Funktion „Bots herausfiltern“ sollte genau dazu dienen. Es scheint aber nicht so einfach zu sein, sonst hätte man hier schon wirksamer reagiert, denn die Spam-Referrer sind in fast jeder Statistik ein Problem.

Gravatar von Robert Hartl - via garvatar.org Robert Hartl
Kommentar 6
29. April 2015 um 13:29 Uhr

Hallo,
ich habe für die htaccess ein Template zur Verfügung gestellt, um die Statistiken sauber zu halten:
http://www.sebastianviereck.de/template-um-referer-spamm-htaccess-zu-entfernen-aus-google-analytics/
Gruß
Sebastian Viereck

Gravatar von Sebastian Viereck - via garvatar.org Sebastian Viereck →
Kommentar 7
23. Juni 2015 um 15:57 Uhr

Danke Sebastian,
wobei das vermutlich mangels tatsächlichem Referrer nicht immer greift und die Ladezeit minimal verlängert. Einen Test ist es dennoch wert, zumal die Referrer-Spam-Sache weiter zunimmt.

Gravatar von Robert Hartl - via garvatar.org Robert Hartl
Kommentar 8
23. Juni 2015 um 16:41 Uhr

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