Was Webdesigner an Webseiten lieben & hassen
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Was Webdesigner an Webseiten lieben & hassen

15. Februar 2006 — Optimierung Webdesign
Was Webdesigner an Webseiten lieben & hassen

Auf A LIST apart – einer hochwertigen Plattform für Webdesigner – sind kürzlich zwei lesenswerte Artikel erschienen, in denen sich Webdesigner und Leser über Vorlieben und Abstoßendes an Webseiten äußern. Einige interessante Punkte (auch aus den Kommentaren) möchte ich hier gerne aufgreifen, persönlich beleuchten und Anregungen für jede Webseite ableiten.

Als Einstieg schreibt ein Web Kaizen Specialist, dass er sich über gute, schelchte und furchtbare Webseiten zugleich freue. Die tollen Webseiten machen ihn stolz auf seinen Kollegen, die schlechten veranlassen ihn zu lernen und anderen zu zeigen, wie man es besser macht. Anhand der schrecklichen Webseiten erkennt er, wie sich das Web entwickelt.

Spannend ist bereits seine selbstgewählte Bezeichnung: Kaizen!

KAIZEN ist die ständige Suche nach der Eliminierung von Verschwendungen und der Erhöhung von Wertschöpfung. Er orientiert sich immer am Istzustand und der Verbesserung dieser Situation. Dabei steht fortwährend im Vordergrund das Gute durch das Bessere zu ersetzen.
(zitiert nach dem Glossar von Netzwerk KVP)

Ich denke, in dieser Aussage steckt viel mehr als auf den ersten Blick erkennbar. So sehen sich die meisten Webdesigner zwar viele Webseiten an und schauen bei ganz außergewöhnlichen mal „unter die Haube“. Gerade bekannte CSS-Galerien wie CSS Zen Garden oder CSS Beauty laden dazu ein. Aber wenn eine Seite einem persönlich weniger anspricht, klickt man meist schnell weg, anstatt sich zu fragen, wieso? Was könnte dieser Webdesigner besser machen? Was spricht mich genau nicht an? Was hat mich letztlich dazu bewegt wegzuklicken?
Aus meinem Verständnis heraus wäre es mehr als anständig, dem Kollegen vielleicht per E-Mail mitzuteilen, was gefällt oder was gerade nicht gefällt und wie man es selbst lösen würde.
Wem also an dieser Seite etwas nicht gefällt, ich freue mich auf jede ernstgemeinte Kritik.

Weiterhin wird der Informationsgehalt im Web gelobt. Auf fast jede Frage findet sich eine Antwort im Netz.
In der Tat erachte ich auch die schnelle Suche bei Wikipedia oder via Suchmaschinen oft für schnell und qualitätiv ausreichend.
Da die meisten Benutzer nach Informationen suchen, sollte meinem Verständnis nach auch jeder Webseitenbetreiber auf seiner Webseite Informationen anbieten. Auch ein Spezialist auf einem Gebiet ist bei 99% aller Webseitenthemen nur ein Laie. Daher freue ich mich über jede Information über ein Produkt im Online-Shop, die über den Namen und Preis hinausgeht. Ich freue mich über jede persönliche About-Seite einer Webseite, eines Weblogs, einer Firmenseite.
Da Bilder ja bekanntlich viel aussagen, zeigen Sie sich! Schreiben Sie, wer Sie sind, was Sie machen und warum Sie diese Webseite betreiben. Teile davon möchte ich auch gerne gleich auf der Startseite lesen oder verlinkt sehen.

Viele Webdesigner loben natürlich schöne, individuelle Webdesigns. Dabei stehen standardkonforme Webseiten mit xhtml und css hoch im Kurs. Auch RSS wird gerne angenommen.
Um gleich vorherige Aussage zu stützen, bei Wikipedia finden Sie auch zu xhtml, css und rss einen brauchbaren Einstieg mit guten Verweisen.
Wenn Sie also eine moderne, aufgeschlossene Zielgruppe anstreben, sollten Sie darüber nachdenken, ob dies nicht auch eine moderne Webseite (auch programmiertechnisch) erfordert. Die meisten Programme generieren Ihre Beiträge auch automatisch im plattformunabhängigen RSS-Format. Diesen Dienst kann man bei Verwendung der richtigen Technik also leicht anbieten. Unzählige Newsletter (ob abonniert oder nicht) verstopfen mein E-Mail-Postfach. Ich lösche Sie vor dem Lesen und definiere sie als Spam. Weil ich oftmals Infos erhalte, die ich nicht will. Mit RSS könnte man das viel eleganter lösen. Praktisch bietet man ein Häppchen an und stellt es bei Bedarf zur Abholung bereit. Einfach, schlank und schnell. Marcel Widmer hat das mit einer Speisekarte verglichen.
Wieso nutzt das kaum ein Online-Shop?

Viele Webdesigner ärgern sich über unterschiedliche Browser-Fähigkeiten und Begrifflichkeiten.
Wenn schon Menschen, welche sich berufsmäßig mit der Materie befassen, Begrifflichkeiten unklar sind oder Sie sich über Modebezeichnungen ärgern, dann wohl erst recht Leser aus anderen Berufsbereichen. Web 2.0 ist ja ein schönes Synonym für eine neue, bessere Generation an Diensten, Webseiten, … . Aber für viele Nutzer sind solche Begrifflichkeiten verwirrend. Daher sollten Sie versuchen, sich an Ihrer Zielgruppe zu orientieren. Deren Sprachwortschatz und Fachkenntnisse sind maßgebend.
Oft führen Modebezeichnungen wie auch AJAX dazu, dass nun jeder einfach AJAX haben will. Der Sinn und die Anwendungsweise stehen dabei oftmals im Hintergrund.
Dass sich in den letzten Jahren die Browser unterschiedlich entwickelt haben, ist leider nicht beeinflussbar. Ob der neue Internet Explorer (IE 7) ein Besserung bringen wird, bleibt abzuwarten. Auch in dieser Hinsicht, sollte man die eigene Webseitenstatistik als Grundlage einer Aurichtung auf Browserkompatibilität bemühen.

Daneben werden auch Flash-Seiten, Pop-Ups und Freespace-Subdomains gerügt.
Dass man mit Flash tolle, effektovlle Seiten erstellen kann, ist klar. Ein anschauliches deutsches Beispiel, welches ich kürzlich analysiert habe, ist OPEL.de aus Suchmaschinensicht.

Abschließend finde ich es erwähnenswert, dass Hu Nicky aus China(!) Google als besten Dienst lobt.

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Ein Kommentar zu Was Webdesigner an Webseiten lieben & hassen

Mich stösst mittlerweile eines immer mehr ab: Fehlender Informationsgehalt. 1000de kopierte Angebote, schlecht recherchierte Artikel, definitive Falschaussagen und Spammer, die meinten Ihre Website wäre wichtiger als die Bibel. Alles anere (Layout, Technik) ist zweitrangig. Ich sehen mich nach den Zeiten in denen man auf 20 Seiten einer Tageszeitung gerade mal einen Rechtschreibfehlär fand…
Deswegen lese ich gerne hier.

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Kommentar 1
5. Februar 2007 um 14:30 Uhr

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