WordPress als CMS – ein Praxisbeispiel
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WordPress als CMS – ein Praxisbeispiel

19. Oktober 2006 — Optimierung Webdesign WordPress
WordPress als CMS

WordPress ist eine kostenfreie Open-Source-Software, die vorwiegend für Weblogs genutzt wird. Durch die zahlreichen vorhandenen Funktionen sowie Erweiterungsmöglichkeiten steht einem vollwertigen CMS (Content Management System) für „normale“ Webseiten nichts mehr im Wege. Wir haben mit WordPress eine komplette Wirtschaftsbrief-Seite erstellt, auf der u.a. jeder Autor leicht seine Artikel einstellen kann.
Die Anpassung der vorhandenen Funktionen sowie Erweiterungen und Neukreationen stelle ich hier im Folgenden kurz vor.
Hinweis: Die Webseite wird ab Version 2.0 auf Drupal-Basis laufen.

Grundfunktionen eines CMS

Meines Erachtens muss ein CMS bestimmte Grundfunktionen mitbringen. Meist umfassen Webseiten, die auf einem CMS basieren, eine Vielzahl an Einzelseiten. Denn sonst würde sich meist der Einsatz eines CMS nicht wirklich lohnen.
Die Vielzahl der Einzelseiten macht eine Suchfunktion -ggf. mit Volltextsuche – nützlich. Auch wenn diese nur von einem kleinen Teil der Nutzer benutzt wird, so ist sie für diese unentbehrlich.

WordPress bietet eine einigermaßen passable Suchfunktion, die sich auch auf sog. Pages erweitern lässt.
Weiter sollte ein spamsicheres Kontaktformular nicht fehlen. Für WordPress gibt es dazu das Plugin Contact-Form (de).
Auch eine sog. Breadcrumb-Funktion lässt sich beispielsweise mit der Erweiterung Breadcrumb Navigation erreichen.

Im Übrigen ermöglich WordPress sauberen Quellcode, flexible Templates (Seitenvorlagen), Feeds, …

Besondere Anforderungen an das CMS

Autoren

Artikel schreiben

Eine wesentliche Anforderung ist, dass Autoren nach Freischaltung einfach und leicht Ihre Fachartikel einstellen können.
Dazu galt es, die Seite zum Schreiben der Artikel zu vereinfachen und Erläuterungen zu bestimmten Feldern hinzuzufügen.
Wordpress als CMS ArtikelSo haben wir mit einer individuellen Sprachdatei alle Begriffe einheitlich auf Artikel geändert, per CSS alle unnötigen Zusatzfelder ausgeblendet (nur Kategorien sind sichtbar), Hinweise zur Hauptüberschift (ehemals Titel) gegeben sowie den WordPress-Editor TinyMCE erweitert und agepasst.
Dank des WordPress-Plugins Role Manager kann man jedem Autor individuelle Rechte einräumen. In der Grundeinstellung muss der Administrator alle Artikel erst freischalten.

Autorenprofile

Alle Autoren wollen sich natürlich auch selbst als solche präsentieren. Daher haben wir die Profilseite erweitert.
Jeder Autor kann demnach einige weitere Daten zu seiner Person und seinem Unternehmen eingeben. Dazu zweckentfremden wir einfach die vorhandenen Zusatzfelder wie aim, yim, … . Mit Hilfe der geänderten Spachdatei benennt man die Bezeichnung der Felder passend um. Das Integrieren der Felder nach einem Artikel etc. geht dann wieder mit hauseigenen Bordmitteln.

Autorenübersicht

Die Autoren des Wirtschaftsbriefes sind auf einer Seite mit Foto (sofern vorhanden) zusammengefasst. Das ermöglicht in Ansätzen das Plugin Get Author Profile.
Für diese Seite haben wir ein eigenes Template erstellt, dass in if-Abfragen einzelne Bereiche der Autorenprofile ausliest.

Autorenseiten

Auf den Autorenseiten findet sich ein abgespecktes Template, welches zusätzlich Firmenlogo und Firmendaten einbindet.

Kategorien

Alle Artikel werden nur Kategorien zugeordnet. Um die Startseite trotz der zahlreichen Kategorien übersichtlich zu gestalten, haben wir ein Plugin geschrieben bzw. erweitert, dass in der Grundeinstellung nur die Hauptkategorien anzeigt und bei deren Aufruf auch die dazu passenden Unterkategorien ausgibt. Die aktuelle(n) Kategorie(n) werden dazu mit einer eigenen CSS-Klasse versehen, so dass man diese hervorheben kann.
Zu diesem Plugin in einem späteren Artikel mehr.

Werbefelder

Ein kostenfreier Wirtschaftsbrief muss sich zwangsläufig durch Werbung (mit)finanzieren. Hier leistet ein getunte Variante des hervorragenden Plugins WP Ads ausgezeichnete Dienste. Unbegrenzte Möglichkeiten mit ausreichender Auswertung und frei bestimmbaren Vorgaben: vom feinsten.
Wir haben beispielsweise die automatische Weiterleitung (ohne Extraklick) durch Hinzufügen einer JavaScript-Weiterleitung erreicht:

Weitere Details folgen.

Noch zu tun

Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, die wir ändern möchten.
Erstens sollten Leerzeilen in den Eingaben der Autorenprofile nicht durch WordPress entfernt werden.
Zweitens sollte die Suche auch die Autorenseiten einschließen.
Drittens arbeiten wir gerade an einem Plugin, das eigene Referrer-Urls generiert und bei Klick statistisch erfasst.

Ich freue mich über Anregungen, Feedback, Verbesserungsvorschläge.

Weiterlesen

Artikel zu WordPress und CMS sind bereits einige veröffentlicht. Lesenswert sind meines Erachtens die Artikel bei texto, Netzspielwiese sowie weitere Beispielseiten, die WordPress als CMS verwenden.

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6 Kommentare zu WordPress als CMS – ein Praxisbeispiel

WordPress als Web-Content-Management-System (WCMS) einzusetzen und dahingehende Modifikationen vorzunehmen, ist für die „Wirtschaftsbrief“-Seite sicher sinnvoll. Sobald es aber an die in WordPress nicht implementierten – aber auch WCMS typischen – Funktionen wie z.B. (Versionierung, Verwaltung größerer Nutzergruppen, nicht HTML Dokumente, Sprach-Sensitive-Index-Suchmaschine u.v.m.) geht, würde ich immer überlegen, ob es bereits passender Lösungen gibt.

Im opensource Bereich sind da opencms und typo3 zu nennen, die für benanntes Projekt derweil oversized sind. Aber wenn man an den Punkt kommt, immer mehr plugins an WordPress ranzubasteln, sollte man die Alternative prüfen.

Gravatar von m2k - via garvatar.org m2k
Kommentar 1
28. Oktober 2006 um 19:59 Uhr

m2k
Danke für den Kommentar. Meine volle Zustimmung.
Beim Projekt Wirtschaftsbrief stehen die Artikel im Vordergrund sowie deren einfache Einstellung.
An die Grenzen von WordPress kommt man bei den Autorenseiten sehr schnell. Auch eine echte Newsletterfunktion gibt es nicht wirklich.

Gravatar von Robert Hartl - via garvatar.org Robert Hartl →
Kommentar 2
29. Oktober 2006 um 15:34 Uhr

Ich habe gerade mein erstes wordpress CMS theme fertiggestellt und wuerde gerne wissen was ihr davon haelt. Visuell ist es nichts besonderes, aber ich habe versucht, es so flexibel (einfach anzupassen und zu veraendern) zu gestalten, wie nur moeglich. Die wichtigsten template files enthalten Kommentare, die Aenderungen einfach machen. Und bevor ich’s vergesse: widgets funktionieren fuer diejenigen die WP version 2.1 oder 2.2 verwenden. Viel Spass.

Gravatar von Thomas - via garvatar.org Thomas →
Kommentar 3
1. Juni 2007 um 18:39 Uhr

Im Prinzip eignet sich WordPress sehr gut als CMS.

Einziger Schwachpunkt ist der Texteditor. Habe schon viele unterschiedliche Lösungen ausprobiert und bin schließlich bei „WYSI-Wordpress“ gelandet.
Hier funktioniert zumindest die integrierte Bildupload-Funktion. Ein optimaler Texteditor sieht jedoch anders aus.

Zum besseren Überblick über die Kategorien ist das Plugin „Just One Category“ bei der Verwendung als CMS recht nützlich

Gravatar von Volker - via garvatar.org Volker →
Kommentar 4
1. Juli 2007 um 15:54 Uhr

Sehr interessant.
Ich bin selber gerade am überlegen, meiner Tante, die als Goldschmiedin nur eine fürchterliche HTML-Seite hat ein neues Design auf WordPress-Basis einzurichten.
Ich war mir noch nicht so sicher, ob das gut funktioniert, aber jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass ich das hinkrieg. Danke 🙂

Gravatar von Wolfgang - via garvatar.org Wolfgang →
Kommentar 5
4. März 2008 um 16:21 Uhr

Sehr hilfreiche Infos, Danke. Gibt es eigentlich die Möglichkeit die Suchfunktion auf Kommentare auszuweiten?

Gravatar von Rainer Meyer - via garvatar.org Rainer Meyer →
Kommentar 6
9. März 2008 um 12:10 Uhr

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