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E-Mail-Spam & Weblog-Spam vermeiden

2. März 2006 — Studien Suchmaschinen
E-Mail-Spam & Weblog-Spam vermeiden

Spam belästigt uns in diversen Formen. Am häufigsten werde ich per E-Mail und via Trackbacks sowie in Kommentaren damit konfrontiert. Im Ergebnis stehen daher E-Mail-Spam und Weblog-Spam im Zentrum dieses Beitrags. Ich möchte kurz aufzeigen, welche Möglichkeiten sich bieten, Spam zu vermeiden. Denn nur von vornherein vermiedener Spam schadet kaum. Dabei dreht sich der erste Teil um E-Mail-Spam und der zweite Abschnitt setzt sich mit Weblog-Spam auseinander.

Begriff

Laut Wikipedia entstammt der Begriff Spam einem Sketch von Monty Python’s Flying Circus
In einem Café besteht die Speisekarte ausschließlich aus Gerichten mit Spam, die „Spam“ teilweise mehrfach hintereinander im Namen enthalten (SPAM ist ein Markenname für Dosenfleisch, 1936 entstanden aus spiced ham, siehe Bildausschnitt).

E-Mail-Spam

Jeder, der eine E-Mail-Adresse aktiv benutzt, wird früher oder später mit unerwünschten, unbestellten E-Mails (E-Mail-Spam) konfrontiert.
Und bereits da sollte man ansetzen. Ihre E-Mail-Adresse sollte nicht in die Datenbanken der Versendeprogramme gelangen. Meist geschieht dies auf zwei Arten: entweder Sie tragen Ihre E-Mail-Adresse in ein Formular ein (bei einem Betreiber, der diese verkauft) oder Ihre E-Mail-Adresse ist auf einer Internetseite für Suchprogramme – beispielsweise im Impressum – lesbar.

Um den Adressen-suchenden Programmen das Auffinden und Aufnehmen zu erschweren, können Sie Ihre E-Mail-Adresse im Quelltext in kodierter Form darstellen, Leer- oder Fremdzeichen einfügen sowie per Javascript zusammensetzen lassen. Im Detail:

  • Für normale Textzeichen kann man auch den ASCII-Werte / UNI-Code (oder benannte Zeichen) einsetzen.
    Der ASCII-Wert 064 (& # 064;) ergibt beispielsweise ein @. Manche Suchprogrammen können dies nicht zurückwandeln.
  • Leer- oder Fremdzeichen sind meist vor und nach Bestandteilen beliebt, können aber bei ungeübten Benutzern zu Verwirrungen führen.
  • Per Javascript kann man mit verschiedenen Verschlüsselungstiefen die tatsächliche E-Mail-Adresse verschleiern. Dies erfordert jedoch aktiviertes Javascript des Benutzers.

Ein sehr gutes Online-Tool mit allen Funktionen bietet Myvasco.

Bei E-Mail-Formularen werden obige Methoden meist nicht anwendbar sein. Es kommt nun darauf an, ob Sie durch Preisgabe Ihrer E-Mail-Adresse laufend E-Mails erhalten wollen oder ob dies nur für eine begrenzte, kurze Zeit der Fall ist.
Für letztere Alternative bieten Online-Dienste E-Mail-Adressen an, bei denen Sie variabel einstellen können, wie lange E-Mails zu Ihrer echten, ursprünglichen Adresse weitergeleitet werden sollen. Dies bietet sich beispielsweise bei Eintragungen in Webkataloge oder für einmaliges (!) Passwortzusenden an.
Zwei dieser Dienste mit temporären E-Mail-Adressen sind Spamgourmet und Mailexpire.

Ansonsten bleibt nur ein gutes E-Mail-Programm oder Anti-Spam-Software. Österreich versucht ganz aktuell mit einem Gesetz auch gegen unverlangte E-Mails vorzugehen. Dies dürfte jedoch wohl weniger gerissene Spamversender als mehr seriöse Newsletter-Versender beschäftigen. Erste lesenswerte Folgen bei eDings.

Weblog-Spam

Ein zweiter Bereich, in dem ich persönlich mit Spam konfrontiert werde, ist Weblog-Spam.
Dies kann durch Kommentare, Pingbacks (was?) und Trackbacks (was?) erfolgen. Ziel ist jeweils (s)eine Url einem Artikel des fremden Weblogs hinzuzufügen.

Matt Mullenweg (Kopf von Akismet, einer Anti-Weblog-Spam-Software) veröffentlichte jüngst eine interessante Statistik (via Gerald):

  • 98% aller Trackbacks sind Spam
  • 40% der Kommentare sind Spam
  • 3,1% der Pingbacks sind Spam

Manueller Kommentar-Spam

Bei den meisten Artikeln eines Weblogs kann man im Rahmen eines Kommentars (s)einen Namen plus einer Internet-Adresse hinzufügen. Dies kann manuell erfolgen oder wieder durch spezielle Programme.

Gegen erste Methode helfen nur manuelles Löschen, abschreckende Hinweise oder vielleicht eine Link-Entwertung mit rel=nofollow.
Abschreckende Hinweise findet man beispielsweise bei Martin Röll oder direkt über einem Kommentarfeld:

Unsachgemäße Kommentare gelten als kostenpflichtige Werbung. Preise und AGB unter Rechtliches.

Inwieweit das bei WordPress, Textpattern, … meist automatisch hinzugefügte Attribut <strong>rel=nofollow</strong> dagegen hilft, ist schwer zu beurteilen. Ich verwende es aktuell, werde es aber demnächst komplett entfernen (Zahlen, Begründungen, Verweise etc. folgen).

Pingback- & Trackback-Spam

Die meisten und weit überwiegenden Spam-Versuche erhalten wir automatisiert als Trackback und auch Kommentare.
Um Bots von automatisierten Kommentaren abzuhalten, empfehle ich den Ausschluss via robots.txt (nicht zwingend) und Einsatz von Plugins. Ein spezielles für WordPress ist beispielsweise Gatekeeper.
Entweder eine Blog-Software bietet keine Trackbacks (und Pingbacks) oder man sollte sich dagegen ein entsprechendes Plugin installieren. Die Weblog-Software Textpattern umfasst aus genau diesem Grund aktuell kein Pingback und Trackback.
Bei anderen Systemen kommt es meines Erachtens stark auf den Wirkungsgrad eines (erforderlichen) Plugins an.
Wir benutzen dazu SpamKarma, welches hervorragend wirkt. Parallel (zum Plugin) oder stattdessen bietet sich für WordPress-Benutzer Akismet an.
Das führt dazu, dass wir weder Kommentare noch Trackbacks moderieren. Nur ein sehr geringer Anteil schlüpft bisher durch „die Maschen“. Persönliches Überprüfen bleibt auch somit nicht erspart, der Zeitaufwand hierfür ist jedoch sehr gering.

Kennen Sie weitere wirkunsvolle Methoden, Plugins, Software, um Spam zu vermeiden?
Schreiben Sie mir!

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3 Kommentare zu E-Mail-Spam & Weblog-Spam vermeiden

Gegen E-Mail-Spam hilft mir der für Privatnutzer kostenlose Dienst von http://www.eleven.de . Funktioniert wunderbar und ist nicht wie viele Anti-Spam-Programme an einen Rechner gebunden.

Gravatar von Andreas - via garvatar.org Andreas →
Kommentar 1
5. Mai 2006 um 01:11 Uhr

Was mir beim email Spam fehlt, ist der Hinweis, Mailadressen durch Bilder zu ersetzen. Denn was bringt mir die beste JScript verschlüsselung, wenn ein Spider Programm den Link-Text ohne Probleme entschlüsseln kann (AT durch @ und DOT durch . ersetzen).
Macht für mich nur Sinn, wenn ich das über einen Bild-Link mache, in dem meine Mailadresse in Form eines GIFs oder JPGs dargestellt wird.
Ansonsten sehr hilfreicher Text!

Gravatar von Andy - via garvatar.org Andy →
Kommentar 2
26. Mai 2007 um 19:15 Uhr

Ich hatte auch Probleme mit Spam.

a) unzählige Gästebucheinträge die von bots gemacht wurden.
b) Newsletter die ich nie bestellt habe.

a -> Lösung. Ich habe ein Antispamfeld in mein Gästebuchformular zugefügt.

b-> ich habe die Absenderadressen der Newsletter in meinen Spamfilter gepackt.

Gravatar von Andy Mentin - via garvatar.org Andy Mentin →
Kommentar 3
21. März 2010 um 16:40 Uhr

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