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10 unsaubere Optimierungs-Methoden (Black-Hat)

21. März 2006 — Google Optimierung Suchmaschinen
10 unsaubere Optimierungs-Methoden (Black-Hat)

In jüngster Zeit liest man immer häufiger von Webseiten, die von Google wegen unerlaubter Methoden ausgeschlossen werden. Dabei ist oft von Black-Hat-SEO-Maßnahmen die Rede. Was Black-Hat ist, kann man überall nachlesen. Welche Methoden der Suchmaschinenoptimierung aber unerwünscht oder in einer Grauzone sind, soll dieser Beitrag beleuchten.

Der Begriff Black-Hat enstammt der Hacker-Szene. Dabei unterscheidet man zwischen White-Hat (wörtlich: weißer Hut), Grey-Hat (grauer Hut) und Black-Hat (schwarzer Hut).
Dies basiert auf alten Western-Filmen, in denen die Cowboy-Hutfarbe zur Charakterisierung benutzt wurde. Weiß ist gut, grau neutral und scharz ist böse.
Black-Hats halten sich demnach an keine Regeln uns stellen Ihren Willen über alles andere.

Dies lässt sich auch auf die Methoden bei Suchmaschinenoptimierung übertragen. Welche schwarz und grau sind, findet man selten. Dieser Beitrag will daher einige beschreiben:

1. Cloaking
Unter Cloaking versteht man Techniken, die Suchmaschinen anderen Inhalte zeigen als menschlichen Besuchern. Dies geht beispielsweise über für Google nicht verfolgbare Javascript-Weiterleitungen wie sie BMW.de verwendete.
Die offiziellen Google-Richtlinien sind hier eindeutig.

Problematisch und schwer beurteilbar sind Fälle, in denen aus Benutzbarkeitsgesichtspunkten heraus, bestimmte Elemente für Browser ersetzt oder unsichtbar gemacht werden. Im Rahmen einer barrierefreien Webseite kommt man regelmäßig nicht an solchen Techniken vorbei. Meiner Meinung nach sollten Suchmaschinen nicht zu viel Einfluss auf ansonsten sinnvolle Gestaltungen haben, andererseits laden solche Anwendungen auch jeden Black-Hat zum Missbrauch ein.

2. IP-Delivery
Eine dem Cloaking sehr ähnliche Methode stellt die Weiterleitung über die IP-Adresse des Besuchers dar. Bekannte Suchmaschinenspider haben meist bekannte IP-Adressen. Damit könnte man Suchmaschinen wiederum anderen, extrem optimierten Content unterjubeln.
Da Suchmaschinenspider sich aber gelegentlich tarnen und einigermaßen optimierter Inhalt sowieso schon weit reicht, wird dies zunehmend gefährlicher und erfolgloser.

3. Unsichtbarer Text
Damit wird ebenso versucht, einer Suchmaschine im Quelltext Inhalte vorzutäuschen, die eine normaler, menschlicher Besucher nicht sehen kann. Spannend wird es, wann die Hintergrundfarbe durch Grafiken bestimmt wird oder eine CSS-Lösung zur Unsichtbarkeit führt. Jeder der solche Lösungen verwendet, muss damit rechnen, dass Suchmaschinen dies zunehmend erkennen und evtl. strafen.

4. Doorway-Seiten
Doorway-Seiten sind Einfallstore für Suchmaschinen. Das heißt, für wichtige, spezielle Suchbegriffe generiert man eigene, speziell darauf optimierte Seiten und lässt diese auf das eigentliche Webangebot verweisen. Charakteristisch ist das einseitige Verlinkungsnetzwerk. Integriert man diese Seiten in seinen Webauftritt kann es schon wieder besser aussehen.

5. Mini-Netzwerk-Seiten
Ähnlich wie bei den Doorway-Seiten kann man auch themenverwandte Miniseiten auf die Füße stellen und immer zur zentralen Seite verlinken. Hierbei wird es schon schwierig für Suchmaschinen derartiges als Missbrauch zu werten. Das Erkennen des Beziehungsnetzwerkes ist aber suchmaschinenintern sehr ausgeprägt möglich, wie man von Google-Mitarbeiter Matt Cutts anlässlich einer Messe erfahren konnte.

6. Link-Farms
Google verweist darauf, dass nicht mehr als etwa 100 Links auf einer Seite sein sollten. Da eingehende Links große Bedeutung haben, sind Seiten entstanden, die aus unzähligen Links bestehen. Diese wurden und werden natürlich von Suchmaschinen wie Google entwertet.
Sehr große Verzeichnisse und Sammlungen bewegen sich manchmal gefährlich nahe an Link-Farmen. Je nach Webdesign sollte man daher einen Eintrag wohl überlegen.

7. Kommentar- und Forumlinks
Besonders leicht sind Links in Blog-Kommentaren und Foren-Signaturen unterzubringen. Zwar sind viele Links in Blogs mit rel="nofollow" entwertet und Forenseiten sind oft wegen der Url nicht indizierbar, aber es gibt auch zahlreiche Ausnahmen. Hier liegt Missbrauch nahe, was man am enormen Spam-Umfang erkennen kann.
Insofern hat es uns nicht sonderlich überrascht, dass insb. Google Kommentar-Links kaum mehr zu werten scheint.
Damit will ich ausdrücklich niemandem auf die Füße steigen, der einen ernst gemeinten, hilfreichen Beitrag im Rahmen dieser interaktiven Webseiten leisten will.

8. Schlüsselwort-Häufung
Wer unnatürlicher Weise Schlüsselwörter zu oft wiederholt… . Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Interessanterweise kann aktuell Google noch keine Schrottseiten erkennen, solange die Schlüsselwortverteilung normal und die -Dichte nicht außergewöhnlich ist. Ein wahllos gewähltes Beispiel.

9. Referrer- und Trackback-Spam
Manche Seiten veröffentlichen die letzten Seiten über die ein Besucher zur eigenen Seite gekommen ist. Auch ohne Link kann man dies simulieren und so auf einen Referrer-Link der Zielseite spekulieren. Ähnlich verhält es sich mit Trackbacks. Mehr zu Trackback-Spam.

10. Wiki-Spam, Bookmark-Spam
Wikis und Social-Bookmark-Dienste führen manchmal auch zu einem für Suchmaschinen verfolgbaren Link.
Hier kommt es auf den Einzelfall an.

Ein lesenswerter, kritischer Artikel von phlow und Profi Ranking hierzu.

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